Beim Liebesbetrug bauen Betrüger über Wochen oder Monate eine scheinbar persönliche Beziehung auf. Sie schreiben liebevoll, aufmerksam und regelmässig – oft über Dating-Apps, Facebook, Instagram oder Messenger.
Sobald Vertrauen entstanden ist, folgt eine Notlage: Krankheit, Reiseproblem, gesperrtes Konto, Zollgebühr, Unfall oder angebliche Investition. Dann wird Geld verlangt.
Die Täter spielen mit Gefühlen, Hoffnung und Einsamkeit. Das macht Liebesbetrug besonders verletzend – und es ist kein Grund, sich zu schämen, darauf hereingefallen zu sein.
Typische Beispiele
Warnsignale
- Die Person wirkt sehr schnell verliebt
- Treffen werden immer wieder verschoben
- Videoanrufe sind angeblich nicht möglich
- Die Person lebt oder arbeitet angeblich im Ausland
- Nach einiger Zeit kommt eine Geldbitte
- Es geht um Notfall, Reise, Krankheit, Zoll oder Investition
- Sie sollen Geld per Überweisung, Geschenkkarten, Krypto oder Transferdienst senden
- Die Person will, dass Sie niemandem davon erzählen
Was Sie tun sollten
- Kein Geld senden
- Keine Ausweise, Bankdaten oder intimen Bilder schicken – intime Bilder können später zur Erpressung verwendet werden
- Profilbilder mit einer Rückwärts-Bildersuche prüfen oder eine vertraute Person um Hilfe bitten
- Mit einer Vertrauensperson darüber sprechen
- Auf Videoanruf bestehen
- Kontakt abbrechen, wenn Geld verlangt wird
- Profil auf der Plattform melden
Schon Geld gesendet?
Wenn Sie bereits Geld überwiesen haben:
- Sofort Bank oder Zahlungsdienst kontaktieren
- Belege, Chatverläufe, Profile und Telefonnummern sichern
- Keine weiteren Zahlungen leisten
- Nicht auf Rückzahlungsversprechen oder neue Notlagen eingehen
- Kontakt abbrechen und blockieren
- Polizei kontaktieren
- Betrugsversuch beim NCSC melden: report.ncsc.admin.ch
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