Sie haben ein Hotel gebucht. Kurz danach kommt eine Nachricht: Das Hotel brauche die Zahlung jetzt schon oder Ihre Kreditkarte müsse bestätigt werden – sonst werde die Buchung storniert. Datum, Zimmer, Preis: Alles stimmt. Trotzdem ist die Nachricht gefälscht. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) meldet eine Zunahme solcher Fälle.
So läuft es ab
- Daten gestohlen: Kriminelle verschaffen sich Zugang zu Buchungssystemen von Hotels oder Plattformen. So kennen sie Ihren Namen und Ihre Buchung.
- Nachricht an Sie: Per E-Mail, SMS, WhatsApp oder sogar über das Nachrichtensystem der Buchungsplattform melden sie sich – als Hotel oder als Kundendienst.
- Druck: Sie drohen mit einer Stornierung oder versprechen eine Rückerstattung.
- Link: Ein Link führt auf eine gefälschte Zahlungsseite, oft im Design von TWINT, Ihrer Bank oder der Plattform. Wer dort Kartendaten eingibt, verliert Geld.
Daran erkennen Sie es
- Sie sollen plötzlich vor dem Aufenthalt zahlen, obwohl das bei der Buchung anders vereinbart war.
- Es wird mit einer Stornierung gedroht oder Zeitdruck gemacht.
- Die Nachricht enthält einen Zahlungslink oder einen QR-Code.
- Kleine Ungereimtheiten, zum Beispiel ein Preis in Euro bei einem Schweizer Hotel.
- Eine «Rückerstattung» soll über einen Link oder TWINT abgewickelt werden.
So schützen Sie sich
- Nie über einen Link in der Nachricht zahlen. Öffnen Sie die App oder Website der Buchungsplattform selbst und prüfen Sie dort, ob wirklich eine Zahlung offen ist.
- Rufen Sie das Hotel an – unter einer Nummer, die Sie selbst auf der offiziellen Website gesucht haben.
- Für Rückerstattungen nie Kartendaten, Passwörter oder QR-Codes verwenden. Geld zurück bekommen Sie, ohne selbst etwas eingeben zu müssen.
- Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.
Wenn es passiert ist
- Haben Sie Kartendaten eingegeben? Karte sofort sperren über Ihre Bank-App oder die Notfallnummer Ihrer Bank.
- Informieren Sie das Hotel und die Buchungsplattform.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Schritt für Schritt: Sofort-Hilfe
Aktuell
- Laut dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten gibt es «zahlreiche Meldungen» über gehackte Buchungssysteme von Hotels (watson, 13.10.2026).
- Das BACS warnt vor gefälschten Rückerstattungen per WhatsApp und vor Nachrichten aus übernommenen Hotelkonten (Juni 2026).
Quellen
- Netzwoche: «Wie Betrüger Hotelbuchungen für Phishing missbrauchen» (Warnung des BACS), 2.6.2026
- watson: «Betrug mit Hotel-Buchungen: Mit dieser Masche werden Reisende abgezockt», 13.10.2026
Verdächtige Nachricht prüfen
Sie sind unsicher, ob eine Nachricht zu Ihrer Buchung echt ist? Nutzen Sie den kostenlosen Prüfer.
Verdächtige Nachricht prüfen →